Meditationen

Mystic Forest1Falls Sie den Wunsch verspüren, sich selbst besser kennen zu lernen, offen und neugierig den eigenen Wurzeln zu begegnen, ist Meditation ein wunderbarer Weg dazu. Meditation bedeutet, sich mit seinem eigenen inneren Wesen zu verbinden, um mehr Ruhe und Frieden in sich selbst zu finden und so gestärkt den Alltag zu meistern. In regelmässigen Abständen werden Meditationsabende angeboten. Diese Abende sollen Ihnen helfen, in einem ruhigen Kreis die Hektik des Alltags auszugleichen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Der Begriff Meditation stammt aus dem Lateinischen, resp. aus dem Griechischen und bedeutet nachdenken, sinnieren, überlegen, resp. denken, sinnen. Meditation ist eine in vielen Religionen und Kulturen verbreitete spirituelle Tätigkeit. Durch Achtsamkeits- und/oder Konzentrationsübungen soll sich ein lebhafter und unruhiger Geist wieder beruhigen und sammeln können. In östlichen Kulturen gilt Meditation als eine grundlegende und zentrale, bewusstseinsfördernde Praxis. Die angestrebten Bewusstseinszustände werden, je nach Tradition, unterschiedlich und oft mit den Begriffen wie Stille, Eins-sein mit dem Universum, im Hier und Jetzt sein oder frei sein von (v.a. negativen) Gedanken, Leere, beschrieben. – Der Begriff wird aber auch für Texte verwendet, deren Inhalte zu konzentrierten, in die Tiefe gehenden Nachdenkens führen.

Regelmässige Meditation kann somit beruhigend wirken und wird auch des Öfteren in bestimmten Formen in der westlichen Medizin als Entspannungsübungen empfohlen. Die Wirkung des meditativen Zustandes ist als Veränderung der Hirnwellen auch neurologisch feststellbar. Der Rhythmus des Herzschlages wird verlangsamt, die regelmässige Atmung vertieft, Muskelspannungen reduziert oder gar gelöst. Bei erfahrenen Meditierenden wird eine Veränderung in Bereichen der Grosshirnrinde festgestellt, welche für grössere Hirnleistungen, emotionale Prozesse und Wohlbefinden wesentlich sind.

Die vielfältigen Meditationstechniken unterscheiden sich hauptsächlich nach ihrer traditionellen Herkunft, sowie nach verschiedenen Richtungen und Schulen einzelner Religionen, etc. Oft werden entsprechend des Fortschritts der Meditierenden weiterführende Techniken gelehrt. Neben den traditionellen Techniken werden seit ca. 50 Jahren im Westen viele, von fernöstlichen Lehren inspirierte und an westliche Bedürfnisse angepasste Meditationsformen angeboten.

Meditationstechniken werden als Hilfsmittel verstanden, einen vom herkömmlichen Alltagsbewusstsein sich unterscheidenden „höheren“ Bewusstseinszustand zu üben, in dem das gegenwärtige Erleben im Vordergrund steht. Möglichst frei von alltäglichem Denken, vor allem von Wertungen und von den subjektiven Bedeutungen des Vergangenen (Erinnerungen) und der Zukunft (Pläne, Befürchtungen, etc.). Meditationstechniken sollen behilflich sein, einen Bewusstseinszustand zu erreichen, bei dem klares und hellwaches Gewahrsein und tiefste Entspannung gleichzeitig möglich werden.

Die Meditationsweisen können grob in zwei Wege unterteilt werden: In die passive (kontemplative) Meditation, die im stillen Sitzen praktiziert wird und in die aktive Meditation, bei der körperliche Bewegung, achtsames Handeln oder lautes Rezitieren zur Meditationspraxis gehören. Diese grobe Einteilung bezieht sich jedoch nur auf die äussere Form. Beide Meditationsformen können geistig sowohl aktive Aufmerksamkeitssteuerung als auch passives Loslassen und Geschehenlassen beinhalten.

Im Allgemeinen wird unter Meditation meist nur der passive Weg verstanden, wie dieser auch in Abbildungen eines meditierenden Buddha symbolisiert wird.

Meditation ist auch ein wesentliches Element der Anthroposophie. Mit den meisten anderen Meditationsarten hat die anthroposophische Meditation das Ziel gemeinsam, die Trennung des sich als Subjekt erlebenden Menschen von einer als Objekt erfahrenen Welt zu überwinden. Im Unterschied aber zu den meisten Meditationsarten mit buddhistischem oder hinduistischem Hintergrund gilt es in der anthroposophischen Meditation diesen Seins-Grund ganz konkret in den Erscheinungen und Qualitäten der Welt aufzusuchen. Ziel dieses Ansatzes ist es, dem Menschen ein spirituelles Verhältnis zur Welt und zu sich selbst zu ermöglichen.

Es gibt verschiedene Meditationsformen wie Stille- oder Ruhemeditation, deren Ziel ist, den meditativen Bewusstseinszustand und das normale Tagesbewusstsein gleichzeitig zu erfahren. Bei Achtsamkeits- oder Einsichtsmeditation sitzt der Meditierende in einer aufrechten Haltung, um eine harmonische Ausgleichung von Spannung und Entspannung zu wahren. Dies schafft eine Grundlage für Übungen, um Achtsamkeit für die geistigen, emotionalen und körperlichen Phänomene im gegenwärtigen Augenblick zu erreichen. Bei einer Konzentrationsmeditation konzentriert sich der Übende auf ein einziges Objekt, wie zum Beispiel den spürbaren Atem, ein imaginiertes Bild, einen einzigen Gedanken oder ein Mantra.

Im Zen werden verschiedene Künste wie das Gehen, Zeremonien, Schreibkunst, Ikebana, Flötenspiel, Gartenkunst, Kunst des Bogenschiessens und während gemeinsamen Meditationen in einem Zen-Kloster auch tägliche Verrichtungen wie Abwaschen und andere Arbeiten in Geistesgegenwart und in bestimmter Form der Achtsamkeit praktiziert.

Bei der Transzendentalen Meditation (TM) sind Hilfsmittel der Technik ein Wort, ein Mantra, das auf einfache, natürliche und anstrengungslose Weise zu benutzen ist, dies ohne Zuhilfenahme von Konzentration oder Kontemplation. Bei richtiger Anwendung erfährt der TM-Meditierende tiefe Stille bei gleichzeitig erhöhter Wachheit.

Tantra ist ein mystischer Einweihungspfad, in dessen Meditationen mit der Lehre des Flusses von Chi (Lebenskraft) und Visualisierung verschiedener Gottheiten und der Mantren-Rezitation gearbeitet wird. In der Tradition des Yoga unterstützen verschiedene Körperhaltungen und -übungen, Atemtechniken sowie Fasten und andere Arten der Askese die Meditation.

Es gibt noch weitere klassisch Formen der Meditation bei denen das Gehen (in der Natur, Klostergängen), Tanzen (Kreistänze, Derwisch-Tanz), Musik (Choräle, Mantren) und Text-Rezitation (Gebete, Gedichte) eine wesentliche Rolle spielen. Vor der eigentlichen Meditationsphase sollen durch aktive Bewegung und verstärkte Atmung seelische und körperliche Spannungen abgebaut und das Gefühl für den eigenen Körper intensiviert werden. In der Folge wurden im Rahmen des New Ages zahlreiche aktive Meditationsmethoden entwickelt, die oft als CD‘s mit Bewegungsanleitungen oder Begleitbuch angeboten werden.

In Meditationsanleitungen finden Sie oft folgende Anweisungen: „Beginnen wir, eine innere Stille einkehren zu lassen, dazu nehmen wir eine entspannte Sitzposition ein, atmen tief und regelmässig, und schliessen die Augen, um sich ganz auf uns selbst zu konzentrieren.“ – Leider geschieht es nun oft, dass Geschehnisse des Tages, Ängste oder Sorgen und vieles, was wir eigentlich fern halten wollten, an die Oberfläche steigt. Es fällt uns dann leider auch nicht mehr so leicht, unsere entspannte Sitzhaltung beizubehalten. – Wer mit dem Meditieren beginnt, muss sich klar sein, dass die recht anspruchsvollen Übungen sich erst über längere Zeit und mit häufigem Praktizieren, richtig erlernen und entwickeln lassen.

Um eine innere Stille zu erreichen, ist es notwendig, eine Übereinstimmung von drei Ebenen zu erreichen: die physische, die mentale und die astrale Ebene sind in Einklang zu bringen. Dies kann nur erreicht werden, wenn der physische Körper, der Intellekt und die Gefühle in Harmonie gebracht worden sind. Harmonie ist der Schlüssel, der die Tore zur Stille öffnet. Harmonie in jeder einzelnen der drei Ebenen und auch Harmonie zwischen den Ebenen bringt Gefühle der Befreiung und Erleichterung. Die innere und äussere Harmonie soll ein Teil von uns werden. Dies wird dazu führen, dass sich die Seele frei im Raum entfalten kann.

Meditieren heisst, in einem Moment aufgehen und sich darin verlieren, während Denken heisst, von einer Idee zur anderen springen, sich in der Menge bewegen, Nichtigkeiten sammeln, Ziel um Ziel nachrennen. Meditieren und Denken, das sind zwei sich divergierende, jedoch auch ergänzende Seins-Zustände und deren harmonisches Gleichgewicht führt zu unserer Gesunderhaltung und damit verbundenem Wohlbefinden.

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Meditation: „Momente der Besinnung“

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